Muss es eigentlich immer der Marktführer sein, wenn man Videos oder hochauflösende Fotos verschicken will? Wer über den Tellerrand schaut, findet Tools, die oft mehr Speicher bieten oder ganz ohne E-Mail-Zwang auskommen. In diesem Überblick stelle ich dir sechs Alternativen vor, die deinen Redaktionsalltag einfacher und sicherer machen.
Viele Redaktionen nutzen regelmäßig den Filesharing-Dienst WeTransfer, um größere Dateien wie Videos, Audios oder Fotos übers Internet zu versenden. Das ist nötig, weil die meisten E-Mail-Postfächer größere Anhänge nicht erlauben und Messenger-Dienste wie WhatsApp Fotos oder Videos standardmäßig komprimieren.
Doch das niederländische Unternehmen sorgte 2025 für Kritik, weil eine Formulierung in den Nutzungsbedingungen vermuten ließ, dass die Firma mit den übertragenen Dateien KI-Systeme trainieren möchte. Nach öffentlichem Gegenwind zog WeTransfer die Änderungen zurück und stellte klar, dass kein KI-Training mit den Daten stattfindet.
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Der Fall zeigt: Die Kontrolle über die Dienste haben die jeweiligen Firmen und die Regeln stellen die Anbieter selbst auf. Das ist ihr gutes Recht. Sollten mir als Nutzer:in die Regeln aber nicht passen, kann ich mich nach Alternativen umschauen. Und diese Alternativen sind häufig gar nicht so schlecht – oder sogar besser. Deshalb stelle ich dir geeignete Tools zur Dateiübertragung und ihre Funktionen vor, damit du sie als Journalist:in im Arbeitsalltag nutzen kannst.
WeTransfer Alternativen: 6 Tools für Journalist:innen
Smash

Smash ist ein Filesharing-Dienst aus Frankreich. Die Dateigröße ist auf 2 GB begrenzt, und für kostenlose Übertragungen ist eine E-Mail-Adresse erforderlich.
SwissTransfer

SwissTransfer ist ein Dienst des Schweizer Hosters Infomaniak. Er hat eine Größenbeschränkung von 50 GB und erfordert eine E-Mail-Adresse für die Freigabe von Dateien. Die Freigabe der Dateien ist durchgehend verschlüsselt und kann zusätzlich durch ein Passwort gesichert werden.
TransferNow

Der französische Anbieter TransferNow erlaubt in der kostenfreien Variante 5 GB Upload. Für den Versand muss eine E-Mail-Adresse angegeben, aber nicht validiert werden.
SendAnywhere

SendAnywhere aus Korea erlaubt, kostenlos bis zu 10 GB zu verschicken. Dafür muss ich mir aber ein Konto anlegen. Der Dienst zeigt Werbung an.
Filemail

Das norwegische Angebot Filemail erfordert keine Angabe einer eigenen Mailadresse. Bis zu 5 GB kannst du damit kostenlos teilen.
WeSendit

WeSendit kommt aus der Schweiz und erlaubt, Dateien ohne Angabe einer Mailadresse zu teilen. Kostenlos können 2 GB verschickt werden. Das Angebot zeigt großflächig Werbung an.
WeTransfer Alternativen: Mein Fazit
Wir müssen uns nicht mit den Bedingungen eines einzigen Anbieters abfinden. Wie die KI-Debatte gezeigt hat, lohnt es sich, flexibel zu bleiben und Alternativen in der Hinterhand zu haben.
Wer vergleicht, bekommt oft mehr Speicher und bessere Datenschutz-Standards gratis dazu. Mein aktueller Workflow hat sich jedenfalls verschoben: Für unkomplizierte Uploads nutze ich oft Filemail, während SwissTransfer mein Favorit für alles ist, was mehr GB braucht.

