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Ich habe einen Newsletter gestartet und das habe ich gelernt

Am 1. Mai ist die erste Ausgabe meines neuen Newsletters erschienen. Alle zwei Wochen verschicke ich Stellenausschreibungen speziell für junge Journalist*innen in Deutschland. Knapp zwei Monate später hat die E-Mail-Version des Newsletters 1000 Abonennt*innen. Über den Messenger Telegram lesen fast 400 Menschen über die neuen Job-Angebote. Insgesamt haben diese Menschen schon mehr als 7.000 Mal auf die verschiedenen Job-Angebote in den Newsletter-Ausgaben geklickt.

Für mich ist das ein ganz besonderer Tag, weil ich nie damit gerechnet hätte, so viele junge Medienbegeisterte in Deutschland zu erreichen. Schließlich ist das eine sehr kleine Nische im Arbeitsmarkt. Deshalb möchte ich die Möglichkeit nutzen, um einige Einblicke in die Entwicklung des Newsletters zu geben, weil mich das bei ähnlichen Produkten auch interessieren würde.

Zunächst mal ein Blick auf die Entwicklung der Abo-Zahlen. Das Wachstum verlief meinem Empfinden nach sehr schnell. Beschleunigt wurde die Entwicklung, weil ich alle Medienstudiengänge in Deutschland angeschrieben habe und darum bat, den Newsletter den Studierenden zu empfehlen. Des Weiteren haben einige Kolleg*innen mit viel Reichweite auf Twitter auf das Angebot aufmerksam gemacht. Dafür bin ich noch immer sehr dankbar.

Noch spannender sind wahrscheinlich die Öffnungs- und Klickraten. Leider fehlt mir der Einblick in vergleichbare Produkte im Markt, deshalb kann ich die Bedeutung der Zahlen nur anhand der Vergleichswerte bei Mailchimp einschätzen. Dort zeigt sich, dass die Öffnungsrate im Durchschnitt bei 77 Prozent liegt. Die Klickrate liegt demnach bei knapp 46 Prozent. Die Zielgruppe ist eher weiblich, analysiert Mailchimp.

Andere Insights sind eher offensichtlich. Die meisten der Abonnent*innen klicken den Newsletter aus den großen deutschen Medien-Städten an: Berlin, Hamburg und Köln.

Überrascht hat mich die Verteilung zwischen Mobil- und Desktopnutzung. Diese ist nahezu ausgeglichen: Etwa 44 Prozent rufen die Mails stationär auf, rund 56 Prozent lesen die Mail auf ihrem Smartphone. Ich hätte vermutet, dass Mobile in der Zeilgruppe deutlich stärker ins Gewicht fällt.

Kennt ihr den Newsletter noch nicht, dann klickt euch mal rein. Ich verschicke alle zwei Wochen ausgewählte Job-Angebote für junge Journalist*innen direkt in euer Postfach — per E-Mail oder Telegram. Vorgestellt werden Praktikumsstellen, Stellen für Werkstudierende, Volontariate oder Jobs zum Berufseinstieg. Dabei bewerbe ich nur bezahlte Angebote, keine unbezahlten Praktika.

Mehr zu meinem Projekt habe ich Daniel Fiene und Herrn Pähler in “Was mit Medien” erzählt.